Idenity Graphic
Bilder
Monotypie
Grafik
Skulptur
Ein Bild entsteht


Heinz der Bohème
der fließende, geschmeidige, mit
effektiver Kraft, sich
bewegende
Farbenmann

Heinz, der Mann der Farbe
der Farbenfinger-Heinz
mit klarem Blau und Rot
auf hellem Grund

Heinz, der Maler mit Geschichten,
manches Mal
Geschichte.

Im Rahmen bleibt sein Bild Bild
erfundenes Bild, nie
Dekoration
implodiert das Bild, ist
Sog, ist
Mittelpunkt
bleibt immer kunstvoll,
Kunst

Sind seine Bilder nie
Realität, sondern vorgegebene
Erwartung, ist immer
Erfindung, ist immer
gemeint, ist
gemeint, das
was man sieht, ist
das was man sieht, die
Realität.
Bedient sich Heinz der
Erinnerung, einer vermeintlichen
Erinnerung an
Gegenstände, sieht Heinz
keinen, sondern begreift
Gegenstände, ist
Malen bei ihm sein
Teilhabenlassen seines
Begreifens, und ganz
selbstverständlich: ist sein
Bild, immer,
Erfindung
Findung und
Universum, zugleich, ist alles
gewollt, gewollt,
geschaffen, und somit
Atmosphäre,
atmosphärisch

Heinz war von vornherein
Künstler
Er mußte es nicht werden,
er trug schwer an der Last es zu
sein, und es
beweisen, zu
müssen

Heinz ging und geht keinen
Weg, der
nachvollziehbar wäre, Heinz
"ist"
und das eines Tages. Heinz
entschloß sich, und
seitdem, und
immer wieder zur
Kunst

Heinz will die
Kunst, und
entwickelt nichts, sondern
entscheidet. Er
ist , der reine
Zugriff in sich
selbst, ist dieser
Zugriff
Motiv und
Anlaß, und somit vor allem
originär

Heinz hat einen, oder
keinen
Stil. Doch auch das zu
sagen ist zu
einfach. Heinz ist nämlich
eigen, und das von
Geburt, und da er
nichts
entwickeln muß
frei,
beneidenswert
frei, und immer er
selbst.
verliert er sich
nicht,
verliert er
nie.


Heinz gehört zu den wenigen
Malern, deren
Bilder, an nichts vorgegebenes
erinnern. Sind immer nur
Er. nicht
vergleichbar, sind
unverwechselbar.
Heinz muß keinen
übertreffen, nur sich
selbst, und das
stets. Die schwerste
Form des
Seins

Er schafft seine
Kriterien selbst,
kreiert sie, muß sie
definieren, sie
begreifbar,
glaubhaft illustrieren, und einmal
geformt übertreffen,
bezweifeln
verwerfen, und, immer neu
gebären.

Heinz geht den
"Ich-Weg"
Ich, ist ihm
Anlaß und
Resultat
zugleich. Man muß ihn
lieben, um ihn zu
verstehen.
versteht man ihn
liebt man ihn nicht
unbedingt, ahnt man, oder
erlebt plötzlich die
Dunkelheiten und
Aggressionen, die hinter seinem scheinbaren
Licht
lauern, und uns
zweifelnd machen

Heinz weiß um seine
Wut, die ihn selbst
erschreckt, und legt
bewußt klare
Farben auf die lohende
Glut. Baut ein
scheinbares Haus, aus
Ordnung und
Absicht und
vergißt dann doch
Hand, oder
Auge, zählt nicht die fünf
Finger, und der Stuhl hat drei
Beine, denn Heinz
illustriert nicht
benutzt sich und
uns. Fabuliert in einer
Welt, in der nichts
richtig ist, und
verunsichert.

Macht Heinz
neugierig auf die nächsten
Vergesslichkeiten. Und
verwischt, mit großer
Geste, bürgerliche
Erwartungen, und bildgewohntes
Sehen.
Eiskalt, läßt uns Heinz
alleine, mit seinen
Verführbarkeiten, und
lauert
ironisch und
selbstsicher, auf unsere begeisterte
Betroffenheit, oder
Ablehnung

Heinz ist es
egal, ob man ihn
schätzt, oder
ablehnt, wenn man ihn nur
läßt.
Malen läßt. Denn
Bewunderung, und
Anerkennung, ist auch nur ein gewollter
Zugriff, den der
Bohème selbst
entscheidet und zuläßt


Markus Lüpertz



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